BAFA-Förderung: Zuschuss Heizung Sanieren - Erneuerbare Energien (MAP)

Heizen mit Erneuerbaren Energien - Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen, effiziente Wärmepumpen oder Hybridheizungen

Name:
Marktanreizprogramm (MAP)
Förderart:
Investitionszuschuss
Förderumfang:
30 bis 45 Prozent der förderfähigen Kosten
Bereitgestellt durch:
BAFA
Geltungsbereich:
Bundesweit
Stand:
Mittwoch, 5. Februar 2020
Übersicht

Grundlage ist das in wesentlichen Punkten angepasste Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Die geänderte Richtlinie ist am 01.01.2020 in Kraft getreten. Seit dem 02.01.2020 können Anträge über das elektronische Antragsformular beim BAFA gestellt werden. Für vorher beantragte Maßnahmen oder bereits bewilligte Anträge gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinie vom 11.03.2015.

In Privathaushalten entfallen 85 % des Energieverbrauchs allein auf Heizung und Warmwasseraufbereitung und verschlingen somit ein Großteil der Energiekosten.
 Dies liegt vor allem daran, dass mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland ineffizient arbeiten und kaum auf regenerative Energien zurückgegriffen wird. Die Modernisierung Ihres Heizungssystems wird daher sowohl Ihre Energiekosten als auch Ihren Verbrauch deutlich reduzieren.

Der Staat unterstützt private Hauseigentümer mit dem Marktanreizprogramm (MAP) dabei, die Heizungsanlage ihres Ein-, Zweifamilien- oder Mehrfamilienhauses auf erneuerbare Energien umzustellen. Konkret zahlt Ihnen des BAFA attraktive Zuschüsse für die Errichtung von Solarthermie-Anlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen und fördert die Optimierung Ihres gesamten Heizungssystems. Durch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fördertöpfen, wie zum Beispiel denen der KfW, bietet das Marktanreizprogramm einen echten Anreiz zum Austausch Ihrer Heizungsanlage.

Das Förderprogramm im Detail
Wer erhält die Förderung?

Privatpersonen, Freiberufler, Unternehmen (hier nicht weiter ausgeführt)

Konditionen

In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30% der förderfähigen Kosten und Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen mit 35% der förderfähigen Kosten gefördert, sofern sie die entsprechenden technischen Mindestanforderungen erfüllen.

In bestehenden Gebäuden, d. h. solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden gefördert:

Was wird gefördert? Förderumfang?

  • Solarthermieanlagen

Gefördert werden Solarthermieanlagen für folgende Anwendungsbereiche:

  • Warmwasserbereitung oder Raumheizung
  • kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • solare Kälteerzeugung
  • Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz
  • Die Förderung beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten.

  • Biomasseanlagen

Folgende Anlagen werden gefördert:

  • Kessel zur Verfeuerung von Biomassepellets und Holzhackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
  • Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten.

  • Wärmepumpen

Effiziente Wärmepumpen werden für folgende Nutzung gefördert:

  • kombinierte  Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • Raumheizung
  • Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz
  • Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten.

  • Hybridheizungen

die mehrere Anlagen kombinieren und mit Inbetriebnahme Wärme aus erneuerbarer Energie nutzent:

  • EE-Hybridheizungen
    Die Förderung beträgt bis zu 35 % der förderfähigen Kosten.

  • Gas-Hybridheizungen
    Die Förderung beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten.

  • „Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen
    die spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen:

  • hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik
    Die Förderung beträgt bis zu 20 % der förderfähigen Kosten.

  • Austauschprämie für Ölheizungen

    Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, ein Fördersatz von 45% und für Heizungen, die sowohl erneuerbare Energien als auch Erdgas nutzen ein Fördersatz von 40%.

Zum Merkblatt mit den förderfähigen Kosten des MAP sowie zur Übersicht Heizen mit erneuerbaren Energien.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Wenn Sie neben dem Einbau einer MAP-geförderten Heizung weitere Maßnahmen in Ihrem Gebäude umsetzen möchten, beispielsweise die Dämmung der Gebäudehülle oder der Austausch der Fenster, bietet es sich an, die Zuschüsse des MAP mit weiteren Förderprogrammen zu kombinieren. So können Hauseigentümer die Förderungen aus dem KfW-Programm Energieeffizient Sanieren" als Kreditvariante (Nr. 151) oder als Zuschussvariante (Nr. 430) in Anspruch nehmen. Für den Heizungseinbau bietet das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" (Nr. 167) günstige Kredite.

So ist für dieselbe Maßnahme die Kombination einer BAFA-Förderung mit KfW-Förderungen in folgenden Programmen zulässig:

• „Energieeffizient Bauen“ (Kredit, Programmnummer 153),
• „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Kredit, Programmnummer 167).
 
Die Inanspruchnahme anderer KfW-Programme (insbesondere des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ Kredit, Programmnummer 151/152) ist unschädlich, wenn die vom BAFA geförderte Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage nicht über die KfW finanziert wird. In diesem Fall liegt eine Kombination, aber keine Kumulierung vor.
 
Ist dagegen die Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage im Finanzierungsplan des KfW-Programms 151/152 enthalten, kann die BAFA-Förderung nicht bewilligt werden. Es besteht ein Kumulierungsverbot. Um trotzdem noch in den Genuss der BAFA-Förderung zu gelangen, muss der Antragsteller den KfW-Kredit dahingehend abändern lassen, dass die Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage nicht mehr Bestandteil der KfW-Finanzierung ist. Damit ist dann eine Förderung nach den MAP-Richtlinien möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).
Beratung

Weitere Informationen erhlaten SIe beim BAFA.

Besondere Informationen

In vier Schritten zur Förderung - Einheitliche Antragstellung ab dem 01. Januar 2020:

1. Eine förderfähige Heizungsanlage auswählen; am besten zusammen mit Ihrem Energieberater.

2. Bevor Sie einen Vertrag abschließen und Leistungen beauftragen, stellen Sie über das elektronische Antragsformular einen Antrag.

3. Dazu sollten Ihnen Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, vorliegen. Die Summe der von Ihnen im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für Ihren Zuwendungsentscheidung. Sie kann im späteren Verlauf nicht nach oben korrigiert werden.

4. Die Antragstellung kann auch von Bekannten, vom Fachunternehmer oder anderen Bevollmächtigten durchgeführt werden. Dazu muss mit dem Antrag eine ausgefüllte Vollmacht hochgeladen werden.

Tipp
Hier können Sie für Anträge, die bis 31.12.2019 gestellt wurden, alle Unterlagen zum Verwendungsnachweis einreichen. Welche Unterlagen eingereicht werden müssen, entnehmen Sie bitte Ihrem Zuwendungsbescheid.

Unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.

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