Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen

Mini-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mini-KWK) im Leistungsbereich bis 20 Kilowatt elektrisch (kWel)

Name:
Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen
Förderart:
Investitionszuschuss
Förderumfang:
Basisförderung ab 1.900 EUR - 3.500 EUR
Bereitgestellt durch:
BAFA
Geltungsbereich:
Bundesweit
Stand:
Mittwoch, 5. Februar 2020
Übersicht

Mit der Änderung der der Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel (Mini-KWK-Richtlinie) vom 1. November 2019 wurde die Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2020 begrenzt. Bis zu diesem Zeitpunkt können Anträge auf Förderung von KWK-Anlagen bis einschließlich 20 kWel gestellt werden. Ab dem 1. Januar 2021 können keine neuen Anträge gestellt werden.

Die Förderung ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung, wonach bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um mindestens 40 % reduziert werden sollen.

Mini-KWK-Anlagen können aufgrund einer hohen Brennstoffausnutzung sowie flexiblen Bereitstellung der Leistung signifikant zur Steigerung der Energieeffizienz in Ihrem Zuhause beitragen. Solche Anlagen sind besonders für den gebäudeintegrierten Einsatz bei Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie im Kleingewerbe geeignet.

Nach diesem Förderprogramm können neue Blockheizkraftwerke bis 20 Kilowatt elektrisch in bestehenden Gebäuden einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. Als bestehendes Gebäude gilt ein Gebäude, für das der Bauantrag vor dem 1. Januar 2009 gestellt bzw. die Bauanzeige vor dem 1. Januar 2009 erstattet wurden.

Tipp

Von der erhöhten Basisförderung profitieren alle Mini-KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt elektrisch, insbesondere aber solche im Leistungsbereich bis 10 Kilowatt elektrisch.

Das Förderprogramm im Detail
Wer erhält die Förderung?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Kommunen, gemeinützige Investoren

Konditionen

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Errichtung von neuen, besonders energieeffizienten Blockheizkraftwerken im Leistungsbereich bis 20 kWel. Förderfähige Mini-KWK-Anlagen müssen die Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen deutlich übertreffen. Die Primärenergieeinsparung gegenüber der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom muss bei Anlagen bis 10 Kilowatt elektrisch mindestens 15 Prozent und bei Anlagen von 10 Kilowatt elektrisch bis einschließlich 20 Kilowatt elektrisch mindestens 20 Prozent betragen. Außerdem ist ein Gesamtnutzungsgrad von mindestens 85 Prozent einzuhalten.

Höhe und Umfang der Förderung

  • Basisförderung

Die Höhe der Basisförderung richtet sich nach der elektrischen Leistung der Mini-KWK-Anlage. Beispielsweise wird eine Anlage von 1 kWel, die für Ein- und Zweifamilienhäuser geeignet ist, mit 1.900 Euro gefördert, eine Anlage mit 20 kWel hingegen mit 3.500 Euro.

Beispiel für die Zuschussberechnung:

Für eine Mini-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 7,4 Kilowatt wird der Zuschuss wie folgt berechnet: Zum Zuschuss für die vollen 7 Kilowatt elektrisch in Höhe von 3.100 Euro kommt ein Teilbetrag von 40 Euro (0,4 kWel × 100 Euro/ kWel) hinzu. Insgesamt beträgt die Basisförderung für eine Mini-KWK-Anlage mit 7,4 Kilowatt elektrisch somit 3.140 Euro.

  • Bonusförderung

Besonders effiziente Mini-KWK-Anlagen können zusätzlich zur Basisförderung einen Wärme- und/oder Stromeffizienzbonus erhalten.

Der Wärmeeffizienzbonus beträgt 25 % der Basisförderung und wird für Mini-KWK-Anlagen gewährt, die mit einem (zweiten) Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet sind. Zudem muss der hydraulische Abgleich im zeitlichen Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der KWK-Anlage durchgeführt werden. Hierdurch werden die thermische Effizienz und damit der Gesamtwirkungsgrad der Mini-KWK-Anlage verbessert.

Der Stromeffizienzbonus beträgt 60 % der Basisförderung und wird für KWK-Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad gemäß folgender Tabelle gewährt. Diesen Wirkungsgrad erreichen derzeit in der Regel nur Brennstoffzellen-KWK-Anlagen.

Mehr über die jeweiligen Fördersätze der KWK-Anlagen erfahren.

Beratung

Sie können sich bei den Verbraucherzentralen oder direkt bei BAFA zum Förderprogramm beraten lasssen.

Besondere Informationen

Fördervoraussetzungen

Um eine Mini-KWK-Förderung zu erhalten, dürfen die Anlagen nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen und müssen mit einem Wartungsvertrag betreut werden. Weitere Anforderungen betreffen das Vorhandensein eines Wärmespeichers mit einem Volumen von mindestens 60 Liter pro installierte Kilowatt thermisch (kWth), einer Steuerung und Regelung für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements. Anlagen ab 10 Kilowatt elektrisch müssen mit Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet sein, um Signale des Strommarktes empfangen zu können und technisch in der Lage sein, auf diese zu reagieren.

Tipp

Sichern SIe sich zusätzlich den Stromeffizienzbonus! Dieser wird für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad gewährt und beträgt 60 % der Basisförderung.

Besondere Hinweise

Alle bis zum 31. Dezember 2020 (Richtlinienende) gestellten Anträge für förderfähige Maßnahmen können bewilligt werden. Ab dem 1. Januar 2021 können keine neuen Anträge gestellt werden.

Die Förderung für die Errichtung einer KWK-Anlage wird in Form eines einmaligen Investitionszuschusses gewährt, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. Die Förderung muss schriftlich beim BAFA beantragt werden.
Bitte verwenden Sie für die Antragstellung das amtliche Antragsformular.
Neben dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformular reichen Sie bitte ein Angebot über die Errichtung der KWK-Anlage einschl. Wärmespeicher ein.
Das Antrags- und Bewilligungsverfahren setzt sich aus zwei Stufen zusammen. Die erste Stufe beginnt mit dem Eingang des Förderantrages beim BAFA und endet – Förderfähigkeit vorausgesetzt – mit der Erteilung des Zuwendungsbescheides.

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