Gewährleistung bei Bauverträgen: Übersicht Verjährungsfristen

Verjährungsfristen regeln, wie lange Sie Gewährleistungsrechte geltend machen können. Die Fristen beginnen mit der Abnahme und verjähren

• bei Mängeln am Bauwerk nach 5 Jahren,
• bei Mängeln, die durch Arbeiten an einem Grundstück verursacht wurden, nach 2 Jahren,
• bei Mängeln an beweglichen Sachen nach 2 Jahren.

Die Fristen gelten für BGB- und für VOB/B-Verträge. Sie können sich verlängern (Hemmung) oder neu in Gang gesetzt werden (Neubeginn). Ein Beispiel für die Hemmung der Verjährung ist die Klageerhebung oder die Zustellung eines Mahnbescheides. Die Verjährungsfrist verlängert sich dann um die Zeit, die das Klage- oder das Mahnverfahren dauert. Die Verjährungsfrist beginnt neu, wenn zum Beispiel durch Mangelbeseitigung der Mangel anerkannt wird.

Tipp

Die VOB/B kennt außerdem eine spezielle Regelung zur Verjährung. Wenn Sie einen innerhalb der Verjährungsfrist auftretenden Mangel schriftlich rügen, beginnt für diesen eine gesonderte Mangelbeseitungsfrist, die 2 Jahre beträgt, beginnend mit der Mängelrüge. Die kürzeren Verjährungsfristen der VOB/B gelten gegenüber Verbrauchern nicht.

Stand: 
Dienstag, 22. März 2016