Vertragsstrafe

Für den Fall, dass vereinbarte Termine überschritten werden, besteht neben den gesetzlich geregelten Verzugsrechten die Möglichkeit festzuschreiben, dass das Bauunternehmen bei Terminüberschreitungen eine Vertragsstrafe zahlen muss.

Der Unterschied zum gesetzlichen Schadensersatz besteht darin, dass die Vertragsstrafe wie eine Pauschale wirkt: Die vereinbarte Summe ist auch dann an Sie zu zahlen, wenn Ihnen tatsächlich keine Mehrkosten entstanden sind.

Die Vertragsstrafe wird üblicherweise als Tagessatz in Prozent der Bauvertragssumme festgelegt, häufig 0,1 - 0,3 Prozent pro Tag der Terminüberschreitung. Gleichzeitig wird meist eine absolute Höchstgrenze, also eine Maximalstrafe bestimmt, etwa fünf Prozent der Bauvertragssumme.

Vorsicht: Ihr Vertrag sollte vorsehen, dass Sie auch mehr erhalten können als die Maximalstrafe. Die möglichen Verspätungsschäden können nämlich deutlich höher liegen als der Vertragsstrafensatz. Ihnen muss die Möglichkeit bleiben, höhere Schäden einfordern zu können. Diese müssen Sie natürlich nachweisen können. Machen Sie höhere Schäden geltend, kommt die Vertragsstrafe nicht als Extrazahlung hinzu, sondern sie wird auf den Schaden angerechnet.

Wenn Sie eine vereinbarte Vertragsstrafe geltend machen wollen, müssen Sie sich die Forderung bei der Abnahme Ihres Eigenheims ausdrücklich vorbehalten, anderenfalls verfällt sie.

Gut zu wissen!
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