Bereitstellungszins

Kreditgeber berechnen nicht nur den Vertragszins auf das ausgezahlte Darlehen, sondern auch Bereitstellungszinsen für die zur Auszahlung bereitstehenden Darlehensbeträge, die noch nicht abgerufen wurden. Das ist insbesondere bei Bauvorhaben von Bedeutung, bei denen die Darlehensmittel nur nach Baufortschritt ausgezahlt werden und die komplette Darlehensauszahlung erst in vielen Monaten, einem Jahr oder darüber hinaus erfolgt. Gelegentlich ist dies aber auch beim Kauf gebrauchter Immobilien relevant, bei denen sich die Kaufpreiszahlung aus verschiedenen Gründen verzögert.

Brenner bei gasgefeuerten Kesseln

Die meisten der heute angebotenen Kessel haben sogenannte Vormisch-Brenner (die Luft wird dem Gas nahezu homogen vor der Verbrennung vermischt), bei denen die Emissionen von Stickstoffoxiden auf ein Minimum reduziert sind. Bei Gasbrennwertkesseln werden überwiegend stetig geregelte Brenner eingesetzt. Je nach Wärmebedarf wird die Flammengröße geregelt. Gasbrenner sind im Unterschied zu Ölbrennern stärker in den Kessel integriert. Ein Austausch der Brenner noch während der Kessel-Lebensdauer ist im Unterschied zu Ölbrennern eher selten.

Brenner bei ölgefeuerten Kesseln

Bei ölgefeuerten Heizkesseln werden überwiegend Ölzerstäubungsbrenner mit Gebläse eingesetzt. Durch Re-Zirkulation der Abgase werden die Emissionen an Stickstoffoxiden (NOx) auf ein Minimum gesenkt. Durch werkseitige Abstimmung von Flamme und Feuerraum des Kessels wird ein emissionsarmer und effizienter Betrieb neuer Kessel gewährleistet. Mindestens einmal während des Kessel-Lebens muss ein neuer Brenner eingebaut werden.

Disagio

Ein Disagio oder Damnum ist ein Auszahlungsabzug oder Auszahlungseinbehalt, der auch als vorab bezahlter Zins bezeichnet werden kann.

Das Disagio ist ein vorweggenommener Zins, der nicht ratenweise über die Laufzeit, sondern vorab in einer Summe gezahlt wird. Dafür gibt es allerdings einen Nachlass beim Sollzins. Je höher das Disagio ist, desto stärker sinkt der Sollzins und damit die monatliche Zins- bzw. Ratenbelastung. Der Effektivzins ist mit und ohne Disagio gleich hoch, da das Disagio in den Effektivzins einzurechnen ist

Effektivzins

Der Effektivzins gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Darlehens in einem Prozentsatz an. Diese Angabe ist für die Kreditgeber verpflichtend. Er berücksichtigt eine Reihe von Faktoren, wie z. B. die Verrechnung von Zins- und Tilgungsleistungen, den Zeitpunkt der Zahlungen, den Sollzinssatz, die Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren, ggf. ein Disagio, eine eventuelle Vermittlungsgebühr sowie die Zinsbindungsfrist.

Hier erfahren Sie mehr über Soll- und Effektivzinsen.

Erklärung: Auflassungsvormerkung im Grundbuch | Käufer vormerken

Die Auflassung ist die Einigung des bisherigen Eigentümers mit dem Erwerber über die Übertragung des Eigentums. Erst mit der Eintragung ins Grundbuch erwirbt der Käufer das Grundstück.

Diese so genannte Auflassungsvormerkung dient der Sicherung des Käufers. Hierbei handelt es sich um einen Eintrag im Grundbuch. Der Käufer wird als nächster Eigentümer des Grundstücks vorgemerkt. Dies hat zur Folge, dass alle nach der Eintragung der Vormerkung vollzogenen Eigentümerwechsel oder Belastungen des Grundstücks mit Grundpfandrechten, denen der Käufer nicht zugestimmt hat, ihm gegenüber unwirksam sind.

Forward-Darlehen

Ein Forward-Darlehen ist eine Form eines langfristigen Darlehens, bei dem der Kreditnehmer das Darlehen zum jetzigen Zeitpunkt  durch den Darlehensvertrag abschließt, die Auszahlung und die eigentliche Laufzeit aber erst später beginnen. Die Zeitspanne zwischen dem Vertragsabschluss und dem gewählten Laufzeitbeginn wird als Forward-Periode bezeichnet. Während der Forward-Periode fallen für das Darlehen keine Kredit- oder Bereitstellungszinsen an.

Worauf Sie bei einem Forward-Darlehen achten müssen, erfahren Sie hier.

Heizkörper

Je einfacher der Aufbau eines Heizkörpers (gilt auch für Wandflächenheizungen, Fußbodenheizungen) ist, umso höher ist sein Strahlungsanteil. Der Strahlungsanteil nimmt zu, wenn zwischen Raumluft und Heizung ein geringer Temperaturunterschied herrscht. Wird die Differenz höher, steigt beim Heizkörper der Konvektionsanteil (Wärmeübertragung durch Luftbewegung). Eine Erhöhung des Strahlungswärmeanteils ergibt sich auch aus der Größe eines Heizkörpers. Die erforderliche Größe der Heizflächen ist abhängig vom Wärmebedarf, der Bauart des Heizkörpers und der gewählten Vorlauftemperatur.

Immobilienkauf finanzieren & Finanzierungsbedarf ermitteln: So geht's

Wenn Sie vorhaben, eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen, müssen Sie wissen, wieviel Geld Sie benötigen um ihr Vorhaben umzusetzen. Hierfür wird der Finanzierungsbedarf ermittelt. Dieser ergibt sich aus der Differenz der entstehenden Gesamtkosten und dem Eigenkapital. Zu den Gesamtkosten zählen Kosten wie Kaufpreis, Grundstückskaufpreis, Grunderwerbsteuer, Maklergebühren, Grundbuchgebühren, Baukosten, Erschließungskosten, Vermessungskosten und weiteres mehr.

Grundsätzlich ist zwischen Bau oder Kauf zu unterscheiden, da jeweils unterschiedliche Kosten anfallen, viele Kosten sind jedoch in beiden Fällen aufzubringen. Beim Kauf einer Immobilie fallen häufig zusätzliche Kosten für Modernisierungs- bzw. Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen an. Beim Eigenkapital ist vorab ist zu bedenken, dass bei Bau oder Kauf 20 % bis 40 % der Baukosten bzw. des Kaufpreises zuzüglich der Nebenkosten möglichst aus dem Eigenkapital zu bezahlen sind. Fehlendes oder zu geringes Eigenkapital erhöht die Zinsbelastung und das Risiko des Scheiterns der Finanzierung. Bei einer eventuellen Zwangsversteigerung wegen Zahlungsproblemen würden eventuell noch Schulden übrig bleiben.

Mit Hilfe unserer Checklisten ihren Finanzierungsbedarf berechnen.

Nichtabnahmeentschädigung

Als Nichtabnahmeentschädigung wird das Entgelt bezeichnet, das der Kreditgeber erhebt, wenn ein schon zugesagtes Darlehen vom Darlehensnehmer nicht abgenommen wird. Die Nichtabnahmeentschädigung darf die Bank zum Ausgleich für den entgangenen Gewinn in Rechnung stellen, da im Vorfeld die Mittel bereits beschafft und bereitgehalten wurden.

Mehr darüber erfahren Sie hier.

Rohrnetz

Das Rohrnetz stellt die Verbindung zwischen Heizkessel und Heizflächen (Heizkörpern, Fußboden- oder Wandheizungen etc.) her. Um die Verluste durch das Rohrnetz so gering wie möglich zu halten, sollten die Leitungen wärmegedämmt sein. Damit können bis zu 10 Prozent der jährlich benötigten Heizenergie gegenüber nicht gedämmten Leitungen eingespart werden. Die Dämmung sollte so dick sein wie die Leitung selbst.

Schornstein und Abgasleitung

Der Schornstein (Abgasanlage) muss immer zum jeweiligen Heizkessel passen. Beim Neubau werden vorwiegend mehrschalige Schornsteine erstellt. Sie bestehen aus der abgasführenden Innenschale, einer Dämmstoffschicht und i.d.R. einem Leichtbeton-Mantelstein. In Abhängigkeit von der Art des Heizkessels und auch der Schornsteinhöhe sind Querschnitte und Art der Innenschale festzulegen.

SCHUFA

Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie wird getragen durch ihre privatwirtschaftlichen Mitglieder wie beispielsweise Banken, Versandhändler oder Mobilfunkunternehmen. Die Mitglieder geben Informationen über Ihre Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit und Zahlungsverhalten an die SCHUFA weiter, damit diese Informationen dann allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden können.

Neben der SCHUFA gibt es noch weitere Auskunfteien in Deutschland. Dies sind die Unternehmen accumio, Bürgel, Creditreform, Deltavista und Infoscore.

Sollzins

Der Begriff Sollzins (Nominalzins) gibt an, welchen Prozentsatz an Zinsen Sie jährlich für ihr Darlehen aufbringen müssen. Dabei werden die Darlehensnebenkosten nicht mit berücksichtigt.

Hier erfahren Sie mehr über Soll- und Effektivzinsen!

Thermostatventile

Thermostatventile sind für alle Warmwasserheizungen nach der EnEV vorgeschrieben. Sie sorgen dafür, dass Räume bedarfsgerecht beheizt werden können und Fremdwärme (im Raum befindliche Menschen, elektrische Geräte, einstrahlende Sonnenenergie) genutzt werden kann. Das Thermostatventil stellt durch einen Fühler fest, ob die eingestellte Temperatur im Raum erreicht wurde (z.B. Stufe 3 entspricht etwa 20 °C). Ist dies der Fall, schließt sich das Thermostatventil und der Zufluss von Heizwasser wird gestoppt. Sobald die Raumluft wieder abgekühlt ist, öffnet sich das Thermostatventil und warmes Heizwasser strömt erneut durch den Heizkörper. Beim Lüften mit geöffnetem Fenster ist darauf zu achten, dass die Thermostatventile auf die kleinste mögliche Stufe gestellt werden (ausstellen), ansonsten sorgt die einströmende Kaltluft für eine konstante Wärmeanforderung. Die freie Umströmung des Thermostatventils durch die Raumluft muss gewährleistet sein, damit die Funktion des Thermostatventils nicht eingeschränkt wird. Ggf. ist die Installation eines Fernfühlers empfehlenswert.

Umwälzpumpen

Die Umwälzpumpe sorgt bei der Warmwasserheizung für die Zirkulation des Warmwassers im Rohrnetz und in den Heizflächen (Heizkörpern, Fußboden- oder Wandheizungen etc.).

Geregelte Umwälzpumpen drosseln bei steigendem "Gegendruck" (z.B. wenn Thermostatventile geschlossen sind) ihre Drehzahl und Leistungsaufnahme (Stromverbrauch). Mit den inzwischen vorgeschriebenen Hocheffizienzpumpen im Zusammenhang mit einem hydraulischen Abgleich (Abstimmung des Systems entsprechend der erforderlichen Leistung jeder Heizfläche) können diese Probleme aber vermieden werden. Der hydraulische Abgleich wird am voreinstellbaren Thermostatventil vorgenommen. Dadurch erhält jeder Heizkörper genau so viel Wasser, wie er für die berechnete Wärmeleistung benötigt. Für Heizungsanlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern reicht meistens die kleinste am Markt erhältliche Pumpe aus.

Wärmeverteilung

Die Temperatur mit der bei Warmwasser-Pumpenheizungen das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern strömt, wird als Vorlauftemperatur bezeichnet. Sie liegt bei alten Anlagen im tiefen Winter bei ca. 90 °C; heute sind meistens 70 °C üblich, bei Fußbodenheizungen ca. 35 bis 40 °C. Die Vorlauftemperatur wird in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt. Von den Heizflächen (Heizkörpern, Fußboden- oder Wandheizungen etc.)  gibt das Wasser seine Wärme an den Raum ab und kühlt dabei ab. Die Rücklauftemperatur, die es auf dem Rückweg zum Heizkessel noch hat, sollte bei richtiger Auslegung maximal 50 °C bis 70 °C (Flächenheizungen entsprechend weniger-die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauftemperatur sollte 5 °C betragen) haben.

Warmluftheizung

Eignet sich für die Beheizung gut gedämmter und luftdicht ausgeführter Gebäude, die nur einen geringen Heizwärmebedarf haben. Warmluftheizungen werden in der Regel in Kombination mit Lüftungsanlagen ausgeführt. Als Heizmedium wird Luft verwandt, die von einem zentralen Heizkessel (möglichst im Dachbereich) erwärmt wird. Über ein Luftkanalnetz gelangt die erwärmte Zuluft durch Decken-, Wand- oder Fußbodenauslässe in die einzelnen Räume, während gleichzeitig die „verbrauchte" Abluft durch ein weiteres Kanalnetz abgeführt wird. Durch die Wärmerückgewinnung können zusätzliche Lüftungswärmeverluste minimiert und mit Hilfe der Zuluft-Filter Schadstoffe und Kleinstpartikel (z.B. Pollen) aus der Raumluft ferngehalten werden.