10 Tipps zur Baufinanzierung: So finanzieren Sie den Hausbau richtig

Freitag, 10. Mai 2019

Beim Bau oder Kauf einer Immobilie geht es um viel Geld. Umso wichtiger ist es, bei der Finanzierung die richtigen Weichen zu stellen. Eine ungünstige Finanzierung kann schnell einige Tausend Euro kosten. Wer dagegen optimal finanzieren möchte, sollte einige Grundregeln beachten.

1. Die Baufinanzierung ist Chefsache
Viele Bauherren machen sich vor allem Gedanken über die technische und gestalterische Umsetzung ihres Bauprojekts, kümmern sich aber zu wenig um die Finanzen für das Eigenheim. Denn es geht nicht darum, die Finanzierung „irgendwie“ zu stemmen, sondern so zu gestalten, dass das schwer verdiente Einkommen möglichst gut eingesetzt wird. Wer mit den wichtigsten Begriffen bei der Baufinanzierung nicht viel anfangen kann, zahlt zu viele Zinsen und erlebt bei der Anschlussfinanzierung eine böse Überraschung. Verlassen Sie sich also nicht (nur) auf die Erfahrungen von Freunden oder der Familie, sondern nehmen Sie sich das Thema selbst vor. Bei ihrem Bauprojekt sind Sie der Chef. Sie sollten nicht alles selbst machen, aber einigermaßen verstehen, was gerade passiert.

2. Nehmen Sie nicht das erstbeste Konzept
Häufig haben Bauträger, Architekten oder Makler mit den Objektunterlagen auch bereits ein Finanzierungskonzept im Gepäck. Allerdings kalkulieren sie die Finanzierung meist so, dass die Rückzahlung (Tilgung) des Kredits über möglichst viele Jahre gestreckt wird. Auf diese Weise kann ein hoher Anteil der Monatsrate für die Zinsen genutzt werden und die Monatsrate reicht für besonders hohe Kauf- und Bausummen. Eine langsame Rückzahlung des Baukredits nutzt aber nur jenen, die am hohen Kaufpreis und einer langsamen Rückzahlung verdienen. Das sind einerseits die Verkäufer von Immobilien, andererseits die Banken.

Achten Sie also darauf, dass ihre Baufinanzierung an ihre persönlichen Lebensplanung und ihren finanziellen Möglichkeiten angepasst sind. Wichtigste Eckdaten sind ihr Lebensalter und der Zeitpunkt, zu dem Sie wieder schuldenfrei sein wollen. Bei niedrigen Zinsen sollte der anfängliche Tilgungssatz bei mindestens 3 Prozent liegen.

3. Passen Sie die Laufzeit des Baukredits an ihr Lebensalter an
Die Laufzeit des Baukredits ist so wichtig, weil die meisten Menschen im Alter weniger Einkommen als während der Erwerbsphase haben. Dies gilt für die meisten Arbeiter und Angestellten. Ihre gesetzliche Rente liegt meist Hunderte Euro unter ihrem letzten Verdienst. Eine nicht abbezahlte Immobilie wird dann zum Problem, denn die Monatsrate an die Bank läuft auch mit dem niedrigeren Einkommen weiter.

Planen Sie die Baufinanzierung also stets so, dass Sie bis zur Rente schuldenfrei sind. Die Grundregel lautet: Alter bei Renteneintritt (zum Beispiel 67 Jahre) minus aktuelles Lebensalter (zum Beispiel 40 Jahre) ist gleich maximale Laufzeit des Baukredits (hier: 27 Jahre). Fragen Sie also bei jedem Beratungsgespräch nach der Laufzeit des Kredits.

Lesen Sie hier den kompletten Ratgeber Baufinanzierung.

 

 

Mit unserer Fördermittelsuche finden Sie die passenden Fördermittel mit wenigen Klicks…

weiter