4 Tipps gegen Schimmel in Wohnräumen

Freitag, 9. März 2018

Gerade im Winter haben viele Menschen in Wohnungen und Häusern mit Schimmelproblemen zu kämpfen. Schimmel entsteht, wenn z. B. Wände oder Decken feucht werden. Tapeten, Anstriche und poröse Baustoffe bilden dann zusammen mit Feuchtigkeit den Nährboden für die Entstehung dieser speziellen Pilzarten. „Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern unter Umständen auch ein gesundheitliches, denn er kann allergische Reaktionen und gesundheitliche Belastungen auslösen“, erklärt Peter Kafke, Projektteamleiter Energieberatung der Verbraucherzentrale. Deshalb besteht nach dem Entdecken großer Handlungsbedarf.

    1. Schnelles Beseitigen: Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten Schimmelschäden möglichst schnell beseitigt werden. Oberflächliche Schäden mit geringem Umfang (bis etwa 0,5 m²) können von den Betroffenen selbst beseitigt werden, sofern sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren. Dabei sollte eine angemessene Schutzausrüstung verwendet werden (Schutzbrille, Atemschutz und Handschuhe). Bei größeren Schäden sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.

    2. Ursache klären: „Auslöser für Schimmel können zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen, bauliche Ursachen (z. B. mangelnder Wärmeschutz oder Wärmebrücken) und eindringende Feuchtigkeit von außen sein“, erläutert Peter Kafke. In jedem Fall sollte die Ursache ermittelt werden, damit der Schaden dauerhaft beseitigt werden kann und zukünftige Schäden vermieden werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät dazu betroffene Verbraucher. Schimmel in Mietwohnungen führt oft zu Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Auf jeden Fall müssen Mieter den Vermieter über den Schimmelbefall informieren.

    3. Empfehlungen zur Raumnutzung umsetzen:

      • Richtiges Lüften: Die Luftfeuchtigkeit kann mit regelmäßigem Lüften der Wohnung verringert werden. Am besten lässt sich der Erfolg des Lüftens durch ein Thermo-Hygrometer kontrollieren. Schimmelprobleme können jedoch auch bei ausreichendem Lüften auftreten. In diesen Fällen kommen Baumängel als Ursache in Frage.
      • Richtiges Heizen: Durch ausreichendes Heizen lässt sich das Risiko für die Schimmelbildung senken. Die Raumtemperatur sollte auch in wenig beheizten Wohnräumen nicht weniger als 16 Grad Celsius betragen. Auch hier ist das Messen und Regulieren der Raumtemperatur zu empfehlen.
      • Richtiges Möblieren und Dekorieren: Sind Möbel und Dekoration zu na-he an kalten Wänden zu finden, behindern sie das Erwärmen der Wand und den nötigen Luftaustausch. Als Folge kann an der Rückseite von z. B. Schränken Schimmel entstehen. Ein ausreichender Abstand (5-10 cm) zur Wand kann Schimmelprobleme verhindern

4. Bauliche Maßnahmen umsetzen: Nachträgliche Wärmedämmungen können das Schimmelrisiko erheblich senken. Mit dem nachträglichen Einbau von Lüftungstechnik wird außerdem dafür gesorgt, dass Wohnräume auch bei Abwe-senheit der Bewohner ausreichend mit Frischluft versorgt werden.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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