Checkliste - Richtiges Lüften und Heizen im Winter ist online!

Montag, 2. Dezember 2019

Besonders im Winter ist regelmäßiger Luftaustausch wichtig. Mit Tipps zum richtigen Lüften und Heizen sparen Sie Heizkosten und vermeiden Schimmel.

Immer mehr Wohngebäude in Deutschland werden zur Erhöhung des Wohnkomforts und zur Einsparung von Heizenergie aufwändig gedämmt. Die notwendige Luftdichtheit neuer und modernisierter Gebäude verlangt zur Sicherstellung eines hygienisch erforderlichen Luftwechsels abgestimmte Maßnahmen, um Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall zu verhindern. Die Bauexperten sind gefordert, die hierfür benötigte Bauqualität zu schaffen. Die Nutzer sind aufgerufen, in ihrem Lüftungs- und Heizverhalten den veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen.

Behaglichkeit und Wohnkomfort unterliegen naturgemäß persönlichen Bewertungen, d.h. jeder Bewohner empfindet sie unterschiedlich. Dennoch lassen sich auf der Grundlage der Vorgänge im menschlichen Körper Kriterien für das Entstehen eines bestimmten Behaglichkeitsempfindens angeben. Optische, akustische und thermische Faktoren spielen dabei eine Rolle. Vor dem Hintergrund des richtigen Lüftens und Heizens kommt vor allem der thermischen Behaglichkeit Bedeutung zu. Diese wird im Wesentlichen durch miteinander verknüpfte, physikalische Größen bestimmt:

  • Temperatur der Raumluft,
  • mittlere Temperatur der raumumschließenden Flächen (z. B. Außenwände),
  • relative Luftfeuchte im Raum,
  • Luftbewegung im Raum.

Untersuchungen haben gezeigt, dass für das Behaglichkeitsempfinden zwei Aspekte wesentlich sind: Die Temperaturdifferenz zwischen der Raumluft und den Flächen, die den Raum umschließen. Sie sollte möglichst klein sein. Der andere Faktor ist die Luftbewegung. Je weniger, desto besser. Anzustreben sind keine Luftbewegungen durch Undichtheiten in der Gebäudehülle (Fensterundichtheiten, offene Fugen usw.).

In einem 4-Personen-Haushalt werden pro Tag durchschnittlich 10 bis 14 l Wasser an die Raumluft abgegeben. Dieses Wasser wird von den Bewohnern (durch atmen, schwitzen udgl.) und durch die Tätigkeiten im Haushalt (kochen, duschen, waschen, putzen udgl.) in Form von Wasserdampf freigesetzt. Auch Zimmerpflanzen produzieren Feuchte. Die Raumluft kann aber nur eine begrenzte Menge davon aufnehmen. Das Maximum ist bei der sogenannten Sättigungsgrenze der Luft erreicht. Ab diesem Wert fällt jedes weitere Gramm Feuchtigkeit in flüssiger Form aus. Man spricht von der Kondensation des Wasserdampfes zu Tauwasser. Raumlufttemperaturen zwischen 19 und 22°C bei gleichzeitiger Luftfeuchte zwischen 35 und 60% werden als behaglich empfunden und sind außerdem unkritisch für Feuchteschäden. Niedrigere Raumluftfeuchten führen zu Belastungen der Atemwege. Bei höherer Feuchte können an kritischen Bauteilstellen Feuchteschäden entstehen und das Schimmelpilzwachstum wird begünstigt.

Lesen Sie hier den kompletten Ratgeber!

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