Neuer Ratgeber: Smart Home für mehr Wohnkomfort und Sicherheit: Trends, Planung, Kosten und Fördermöglichkeiten

Dienstag, 18. Juni 2019

Was ist ein „Smart Home“?
Welche Aspekte sind bei der Planung wichtig?
Datenschutz – Was passiert mit meinen Daten?

Der neue Ratgeber berät Sie zu diesen und weiteren Themen - Lesen Sie hier den kompletten Artikel!

Durch den Einsatz neuer Technologien können wir im eigenen Haus oder in der Wohnung den Alltag komfortabler, sicherer und effizienter gestalten. Eine zielgerichtete elektrotechnische Planung legt dabei beim Neubau oder der Sanierung den Grundstein für Komfort und spätere Unterstützung im Alter. Smart Home Anwendungen können Umgebungseinflüsse wie Raumtemperatur, Beleuchtung oder Luftaustausch automatisch unseren individuellen Bedürfnissen anpassen und so unseren Alltag auf vielfältige Weise erleichtern.

Als „Smart Home“ bezeichnet man Häuser oder Wohnräume, in denen sowohl die elektrische Anlage mit Haushaltsgeräten als auch mit der Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage sowie deren Bedienelemente vernetzt und für bestimmte Aufgaben programmierbar sind. Das schließt auch die Einbindung von Multimedia-, Sicherheits- und Kommunikationskomponenten ein. Weiterhin lassen sich auch Assistenzfunktionen und Dienste für umgebungsgestütztes Wohnen (Active Assisted Living – AAL) in ein intelligentes Gebäudesystem integrieren. Somit wird der Anwender bei alltäglichen Betriebsabläufen und Aufgaben unterstützt. Doch ein Smart Home kann nicht nur den Alltag erleichtern, sondern durch bedarfsgerechte Steuerung der Haus- und der Haushaltstechnik helfen, Energie zu sparen. Die Ansteuerung der Smart Home Funktionen ist sowohl über ein lokales Bedienpanel als auch über das Internet oder Apps möglich.

Für eine zukunftsfähige Planung ist es zunächst wichtig, die individuellen Bedürfnisse der Nutzer zu kennen. Damit werden zukünftige Ausbau- und Änderungsnotwendigkeiten deutlich und können zum Beispiel durch Vorhalten von Platzreserven und Verwendung von Elektroinstallationsrohren zukunftssicher berücksichtigt werden. Bereits zu Beginn der Planung sollte ein Elektrofachmann hinzugezogen werden, um den Bauherren über die Vorzüge einer „Intelligenten Elektroinstallation“ zu informieren. Es sollte ein System ausgewählt werden, bei dem die Komponenten unterschiedlicher Hersteller problemlos zusammenwirken, z.B. ein KNX zertifiziertes System. Somit ist die Auswahl der Komponenten größer und das zuverlässige Zusammenspiel der Komponenten untereinander sichergestellt. Auch eine spätere Erweiterung des „Intelligenten Hauses“ ist damit gewährleistet. Eine Orientierung geben die Ausstattungswerte der RAL-RG 678, die auch Funktionsbereiche für ein Smart Home umfassen.

Der Zugewinn von Komfort ist ein Aspekt der für Smart Home Anwendungen spricht, darüber hinaus kann mit smarten Technologien auch Energie eingespart werden. Neu errichtete Gebäude sind mit intelligenten Messsystemen auszustatten, welche nicht nur den Verbrauch ermitteln, sondern durch die Einbindung in Kommunikationssysteme die Grundlage für die Weiterverarbeitung von Verbrauchsdaten im Smart Home bilden. Zusammen mit einer Zusatzeinrichtung im Zählerschrank, dem sogenannten „Gateway“, können die Messwerte mithilfe von Kommunikationseinrichtungen in einer intelligenten Steuerung weiterverarbeitet werden und somit helfen, Energie einzusparen. Dies kann zum Beispiel durch das bedarfsgerechte Zu- bzw. Abschalten von Verbrauchern geschehen oder durch das Identifizieren von Großverbrauchern im Haus. Bei Gebäuden mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach kann so auch der Eigenverbrauch des erzeugten Stromes in Kombination mit einem Energiespeicher intelligent gesteuert werden. Auf diese Weise wird der am Tag erzeugte Strom auch zu späteren Zeitpunkten bedarfsgerecht selbst verbraucht und muss nicht bei mangelnder Verbrauchslast am Tag in das Netz eingespeist werden.

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