Neues zum Baukindergeld

Mittwoch, 9. Mai 2018

Die neue gewählte Regierung hat bei einer Klausurtagung die Umsetzung des Baukindergeldes bekräftigt. Dabei handelt es sich aber nur um eine Absichtserklärung, beschlossen ist das Baukindergeld noch nicht.

Daher kann es auch nicht beantragt werden. Es soll laut Koaltion aber noch in diesem Sommer im Bundestag beschlossen werden und rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gelten. Aktuelle Informationen zum Thema Baukindergeld erhalten Sie bei der KfW.

Pro Kind und Jahr möchte der Bund 1.200 € über einen Zeitraum von 10 Jahren finanzieren. Eine Familie mit zwei Kindern erhält für den Eigentumserwerb also insgesamt einen Betrag von 24.000 €.

Folgende Voraussetzungen müssen für den Bezug von Baukindergeld erfüllt sein:

  • Es muss sich um einen Neubau oder den Erwerb einer Bestandsimmobilie in Deutschland handeln.
  • Das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen übersteigt nicht 90.000 € (Familie mit einem Kind). Pro weiterem Kind erhöht sich dieser Betrag um 15.000 €. Eine Zwei-Kind-Familie ist damit antragsberechtigt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 105.000 €. Maßgeblich sind die durchschnittlichen Einkünfte der 2 Kalenderjahre vor der Antragstellung, einmalig nachzuweisen durch die entsprechenden Einkommensteuerbescheide.
  • Der Anspruch auf Baukindergeld gilt für alle Kaufverträge beziehungsweise Baugenehmigungen für selbstgenutzte Immobilien in Deutschland, die seit dem 1. Januar 2018 neu abgeschlossen oder erteilt wurden. Bedarf es keiner Baugenehmigung, gilt der Anspruch auf Baukindergeld für Neubauvorhaben, von denen die Gemeinde nach Maßgabe des Bauordnungsrechts Kenntnis erlangt hat und mit deren Ausführung nach dem 1. Januar 2018 begonnen werden durfte.
  • Gefördert wird der erstmalige Erwerb von Wohneigentum als Familie. Entscheidend für den Familienbegriff ist der Geburtstag des ersten Kindes. Berücksichtigt werden Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 18 Jahre alt sind. Anspruchsberechtigt sind die Eltern. Die berücksichtigungsfähigen Kinder wohnen im geschaffenen Wohneigentum und der Antragsteller oder die Antragstellerin beziehen das Kindergeld oder erhalten einen Kinderfreibetrag. Nach dem Einzug in die selbstgenutzte Immobilie muss die Meldebestätigung vorgelegt werden.

Beachten Sie dabei, dass in Deutschland sehr hohe Bau-/Kaufnebenkosten zu leisten sind. Derzeit liegen die Nebenkosten beim Hauserwerb bei bis zu 15 Prozent, vom Baukredit werden sie in der Regel nicht abgedeckt. Anhand der verlinkten Checklisten sollten Sie inbesondere prüfen, wie hoch Ihre Ausgaben für den Makler und Grunderwerbsteuer sind.

Wir empfehlen Ihnen Ihre Finanzierung grundlich zu prüfen anhand unserer interaktiven Grafik!

Beachten SIe inbeondere folgende Kosten:

Notarkosten, Maklergebühren und Grundbucheintragung

  • Für den Notar und die Gebühren für die Grundbucheintragung fallen Kosten von ca. 1,5 % der Vertragssumme an.
  • Ist ein Makler eingeschaltet, werden je nach Region 3,57 % bis 7,14 % an Provision fällig.
  • Weitere Kosten von ca. 0,5 % eines Kreditbetrags entstehen bei der Bestellung einer Grundschuld, durch die jeder Kreditgeber seinen Kredit absichert. Auf Basis dieser Grundschuld kann der Kreditgeber zügig eine Zwangsversteigerung veranlassen, falls ein Kreditnehmer seinen Kredit nicht mehr zurückzahlen kann.

Grunderwerbsteuer

  • Die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % – unabhängig davon, ob Sie eine Immobilie bauen oder kaufen.
  • Wenn Sie eine bestehende Immobilie kaufen, berechnet sich die Grunderwerbsteuer nach dem Gesamtkaufpreis. Dazu gehören der Grundstückskaufpreis (bei Eigentumswohnungen der Grundstücksanteil) und der Preis des Hauses bzw. der Eigentumswohnung.
  • Wenn Sie ein Grundstück kaufen und neu bauen, fällt die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückspreis an – sofern Sie für Grundstückskauf und für Baumaßnahmen unabhängige Verträge mit verschiedenen Vertragspartnern abschließen.
  • Wenn Sie einen Bauträgervertrag abschließen, fällt die Grunderwerbsteuer auf den Grundstückspreis und den Preis für das zu errichtende Haus an – sofern Grundstück und Immobilie in einem einheitlichen Kaufvertrag mit nur einem Vertragspartner erworben werden.


Zum Baukindergeld erfahren Sie hier mehr. Weitere Informationen zu den Gesamtkosten und zu unseren Checklisten und Ratgebern finden.

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