Stellungnahme zum Entwurf Gebäudeenergiegesetz - GEG

Mittwoch, 26. Juni 2019

Die Stellungnahme des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) kritisiert den aktuellen Gesetzesentwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Auf den Gebäudesektor entfallen rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen. Im Zusammenhang mit den Zielen der Energiewende, insbesondere der Umsetzung eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050, werden mit der Zusammenlegung und Novellierung von Energieeinspargesetz (EnEG), verordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) entscheidende Weichen gestellt. 

Insbesondere die Definition des Niedrigstenergiegebäudes (nZEB) für Neubauten und die energetische Sanierung des Gebäudebestands werden entscheidenden Einfluss auf den genannten Zielkorridor haben. 

Der vorliegende Entwurf zum GEG setzt aber weder Impulse für den Bestand noch für den Neubau. In Sachen Verbraucherfreundlichkeit und Transparenz fällt der Entwurf zum Teil sogar hinter die bestehenden Regelungen von 2016 zurück. Verbraucher werden durch diesen Entwurf nicht gestärkt, im Gegenteil, die Unsicherheiten und Defizite der bestehenden gesetzlichen Regelungen wurden gar nicht oder nur unzureichend adressiert.

Der vzbv kritisiert, dass mit dem Entwurf zum GEG keine neuen Impulse für den Gebäudebestand geschaffen werden, obwohl mehr als die Hälfte des deutschen Wohnungsbestands vor der 1. Wärmeschutzverordnung von 1978 errichtet wurde und einen besonders hohen Energieverbrauch aufweist. 

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